Makula-Degeneration
Das Areal des schärfsten Sehens
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist in Europa die häufigste Ursache für eine Erblindung. Die Makula, auch „gelber Fleck“ genannt, ist der Bereich der Netzhaut mit der höchsten Dichte an Sinneszellen und somit zuständig für das zentrale, scharfe Sehen. Degeneriert diese Stelle, treten häufig plötzlich Leseschwierigkeiten auf und das Sehvermögen nimmt merklich ab.

Zwei Formen der AMD: trocken und feucht
Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) tritt in zwei Varianten auf: Bei der trockenen AMD sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen entscheidend, um den Verlauf zu beobachten. Die feuchte Form hingegen erfordert rasches Handeln und eine sofortige Spritzentherapie, um das Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen.

Was ist die trockene Makuladegeneration?
Bei der trockenen AMD kommt es zu Ablagerungen von Stoffwechselprodukten in der Makula. Diese Ablagerungen schädigen die Zellen, wodurch das betroffene Netzhautareal zunehmend dünner wird und seine Funktion verliert. Das Gehirn erhält dann für diesen Bereich keine Informationen mehr. Eine regelmäßige Kontrolle ist essenziell, um ein mögliches Fortschreiten zur feuchten Makuladegeneration rechtzeitig zu erkennen.
Was ist die feuchte Makuladegeneration?
Bei der feuchten AMD bilden sich krankhafte Blutgefäße unter der Makula, deren Gefäßwände undicht sind. Durch diesen Defekt können Flüssigkeit und Blut in das empfindliche Gewebe austreten, was das Sehvermögen erheblich beeinträchtigt. Eine rasche Behandlung mit einer IVOM-Therapie (intravitrealen Injektion) ist hier entscheidend, um den Schaden an der Makula möglichst gering zu halten. Wir nutzen stets die modernsten verfügbaren Medikamente nach dem neusten Stand der Wissenschaft.

Die Vorteile einer Früherkennung und Therapie bei Makulaerkrankung
1. Schutz vor Blutungen und Vernarbungen
- Schnelles Fortschreiten bremsen
- Irreparable Schäden vermeiden
- Zentrales Sehen erhalten
- Früher Therapiebeginn steigert Erfolg
- Gesteigerte Lebensqualität
2. Expertise
Mit über 30.000 erfolgreich durchgeführten Augenoperationen und mehr als 30 Jahren Erfahrung beherrschen wir sämtliche Techniken und Methoden der modernen Augenchirurgie. Dank kontinuierlicher Fort- und Weiterbildungen bieten wir Ihnen höchste fachliche Kompetenz und gewährleisten Behandlungen auf dem neuesten Stand der Wissenschaft.
3. Warum bei uns behandeln?
- Zahlreiche Publikationen: Fachartikel und Studien zu Augenerkrankungen, insbesondere zur Makuladegeneration
- Hohe wissenschaftliche Reputation: Regelmäßige Veröffentlichungen in renommierten Fachzeitschriften
- Aktive Forschung: Kontinuierliche Beteiligung an Studien und innovativen Therapieansätzen zur AMD
- Internationale Vorträge: Präsentationen auf namhaften Kongressen und Tagungen weltweit
Makuladegeneration – Kurzinfo
Behandlungsdauer: | bis zu 10 Minuten |
Anästhesie: | örtliche Betäubung |
Klinikaufenthalt: | ambulant |
Gesellschaftsfähig: | sofort |
Die Untersuchungen der Makula Netzhaut im Zentrum von München
- OCT: Untersuchung der Makula, des Sehnervkopfs und der Nervenfasern bei Degenerationen.
- Optomap: Berührungsfreie Netzhautuntersuchung mit 80% Bildabdeckung, deutlich präziser als herkömmliche Methoden.
- FLA: Darstellung der Netzhautgefäße mittels Farbstoff, hilfreich bei feuchter Makuladegeneration.
Vor der OP
Vor der Behandlung werden mit OCT, Optomap und Fluoreszenzangiographie Augenveränderungen, Netzhautschäden und das Blutgefäßsystem der Netzhaut untersucht.
Während der OP
Nach einer örtlichen Betäubung wird ein Medikament minimalinvasiv ins Auge injiziert, um die Sehschärfe zu stabilisieren, wobei in der Regel drei Behandlungstermine nötig sind.
Nach der OP
Nach der Behandlung dürfen Sie ohne Begleitperson nach Hause, und die Nachsorge erfolgt zwischen dem zweiten und fünften Tag, mit Vereinbarung weiterer Folgetermine.
FAQ zur Makuladegeneration
Kann die Makuladegeneration geheilt werden?
Die Makuladegeneration (AMD) ist eine nicht heilbare Erkrankung. Das Fortschreiten der Degeneration kann oft mit Medikamenten eingebremst werden. In einigen Fällen wird die verlorene Sehfähigkeit verbessert. Somit ist ein vollständiges Erblinden zum Glück ausgeschlossen. Leider gibt es auch Formen, bei der keine Behandlung möglich ist. Hierzu klären wir Sie gerne persönlich auf.
Warum bekommt man eine Makuladegeneration?
Menschen mit heller Haut und blauen Augen sind besonders gefährdet, vor allem mit zunehmendem Alter. Zu den Hauptrisikofaktoren einer Makuladegeneration zählen Rauchen, intensive UV-Belastung, Bluthochdruck und eine mögliche genetische Veranlagung.
Ist Grüner Star- und die Makuladegeneration das gleiche?
Nein. Der Grüne Star (Glaukom) ist nach der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) die zweithäufigste Ursache für Erblindungen. Beim Grünen Star wird der Sehnerv geschädigt, was unbehandelt zum vollständigen Verlust des Sehvermögens führen kann. Die Makuladegeneration hingegen betrifft den „gelben Fleck“, also die Netzhautmitte, die für das zentrale, scharfe Sehen verantwortlich ist.
In welchem Alter entsteht eine Makuladegeneration?
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine chronische Augenerkrankung, die häufig bereits ab dem 55. Lebensjahr auftritt. Ohne rechtzeitige Diagnose und Behandlung kann sie unbemerkt die zentrale Sehkraft schädigen.
Wie schnell geht die Makuladegeneration voran?
Normalerweise vergehen mehrere Jahre, bis sich eine anfängliche Makuladegeneration deutlich auf das Sehvermögen auswirkt. In seltenen Fällen kann der Verlauf jedoch spürbar schneller sein, weshalb regelmäßige Kontrollen entscheidend sind, um frühzeitig handeln zu können.
Welche Form der Makuladegeneration lässt sich operieren?
Feuchte AMD: IVOM-Therapie als Goldstandard
Bei der feuchten Makuladegeneration (AMD) ist die intravitreale Injektionstherapie (IVOM) mit modernsten Medikamenten – beispielsweise Anti-VEGF-Wirkstoffen – unverzichtbar. Dank dieser gezielten Behandlung lassen sich das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und Sehverschlechterungen häufig stoppen oder sogar verbessern.
Wie oft muss bei einer Makula gespritzt werden?
Im ersten Schritt wird üblicherweise eine Behandlung mit drei Injektionen im Abstand von vier Wochen durchgeführt. Vier Wochen nach der dritten Injektion wird der Befund mittels OCT Untersuchung kontrolliert. Nach dieser Kontrolluntersuchung wird dann entschieden, ob weitere Behandlungen notwendig sind.