Makula-Degeneration

Das Areal des schärfsten Sehens

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist in Europa die häufigste Ursache für eine Erblindung. Die Makula, auch „gelber Fleck“ genannt, ist der Bereich der Netzhaut mit der höchsten Dichte an Sinneszellen und somit zuständig für das zentrale, scharfe Sehen. Degeneriert diese Stelle, treten häufig plötzlich Leseschwierigkeiten auf und das Sehvermögen nimmt merklich ab.

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Zwei Formen der AMD: trocken und feucht

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) tritt in zwei Varianten auf: Bei der trockenen AMD sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen entscheidend, um den Verlauf zu beobachten. Die feuchte Form hingegen erfordert rasches Handeln und eine sofortige Spritzentherapie, um das Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen.

Makuladegeneration Sichtweise Augenzentrum München
Eingeschränkte Sicht mit Makuladegeneration

Was ist die trockene Makuladegeneration?

Bei der trockenen AMD kommt es zu Ablagerungen von Stoffwechselprodukten in der Makula. Diese Ablagerungen schädigen die Zellen, wodurch das betroffene Netzhautareal zunehmend dünner wird und seine Funktion verliert. Das Gehirn erhält dann für diesen Bereich keine Informationen mehr. Eine regelmäßige Kontrolle ist essenziell, um ein mögliches Fortschreiten zur feuchten Makuladegeneration rechtzeitig zu erkennen.

Was ist die feuchte Makuladegeneration?

Bei der feuchten AMD bilden sich krankhafte Blutgefäße unter der Makula, deren Gefäßwände undicht sind. Durch diesen Defekt können Flüssigkeit und Blut in das empfindliche Gewebe austreten, was das Sehvermögen erheblich beeinträchtigt. Eine rasche Behandlung mit einer IVOM-Therapie (intravitrealen Injektion) ist hier entscheidend, um den Schaden an der Makula möglichst gering zu halten. Wir nutzen stets die modernsten verfügbaren Medikamente nach dem neusten Stand der Wissenschaft.

Makuladegeneration Augenzentrum München

Die Vorteile einer Früherkennung und Therapie bei Makulaerkrankung

Makuladegeneration – Kurzinfo

Behandlungsdauer: bis zu 10 Minuten
Anästhesie: örtliche Betäubung
Klinikaufenthalt: ambulant
Gesellschaftsfähig: sofort

Die Untersuchungen der Makula Netzhaut im Zentrum von München

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Vor der OP

Vor der Behandlung werden mit OCT, Optomap und Fluoreszenzangiographie Augenveränderungen, Netzhautschäden und das Blutgefäßsystem der Netzhaut untersucht.

Während der OP

Nach einer örtlichen Betäubung wird ein Medikament minimalinvasiv ins Auge injiziert, um die Sehschärfe zu stabilisieren, wobei in der Regel drei Behandlungstermine nötig sind.

Nach der OP

Nach der Behandlung dürfen Sie ohne Begleitperson nach Hause, und die Nachsorge erfolgt zwischen dem zweiten und fünften Tag, mit Vereinbarung weiterer Folgetermine.

FAQ zur Makuladegeneration

Die Makuladegeneration (AMD) ist eine nicht heilbare Erkrankung. Das Fortschreiten der Degeneration kann oft mit Medikamenten eingebremst werden. In einigen Fällen wird die verlorene Sehfähigkeit verbessert. Somit ist ein vollständiges Erblinden zum Glück ausgeschlossen. Leider gibt es auch Formen, bei der keine Behandlung möglich ist. Hierzu klären wir Sie gerne persönlich auf.

Menschen mit heller Haut und blauen Augen sind besonders gefährdet, vor allem mit zunehmendem Alter. Zu den Hauptrisikofaktoren einer Makuladegeneration zählen Rauchen, intensive UV-Belastung, Bluthochdruck und eine mögliche genetische Veranlagung.

Nein. Der Grüne Star (Glaukom) ist nach der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) die zweithäufigste Ursache für Erblindungen. Beim Grünen Star wird der Sehnerv geschädigt, was unbehandelt zum vollständigen Verlust des Sehvermögens führen kann. Die Makuladegeneration hingegen betrifft den „gelben Fleck“, also die Netzhautmitte, die für das zentrale, scharfe Sehen verantwortlich ist.

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine chronische Augenerkrankung, die häufig bereits ab dem 55. Lebensjahr auftritt. Ohne rechtzeitige Diagnose und Behandlung kann sie unbemerkt die zentrale Sehkraft schädigen.

Normalerweise vergehen mehrere Jahre, bis sich eine anfängliche Makuladegeneration deutlich auf das Sehvermögen auswirkt. In seltenen Fällen kann der Verlauf jedoch spürbar schneller sein, weshalb regelmäßige Kontrollen entscheidend sind, um frühzeitig handeln zu können.

Feuchte AMD: IVOM-Therapie als Goldstandard
Bei der feuchten Makuladegeneration (AMD) ist die intravitreale Injektionstherapie (IVOM) mit modernsten Medikamenten – beispielsweise Anti-VEGF-Wirkstoffen – unverzichtbar. Dank dieser gezielten Behandlung lassen sich das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und Sehverschlechterungen häufig stoppen oder sogar verbessern.

Im ersten Schritt wird üblicherweise eine Behandlung mit drei Injektionen im Abstand von vier Wochen durchgeführt. Vier Wochen nach der dritten Injektion wird der Befund mittels OCT Untersuchung kontrolliert. Nach dieser Kontrolluntersuchung wird dann entschieden, ob weitere Behandlungen notwendig sind.